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Muss der Rasen mal wieder gemäht werden?

Als stolzer Besitzer einer dichten, gesunden Rasenfläche gibt es eine Tätigkeit, die Sie vom Frühling bis spät in den Herbst hinein wöchentlich begleiten wird: Rasenmähen.

Grashalme sind äußerst vitale Gewächse – und dies gilt besonders, wenn sie gut gepflegt und gedüngt werden. Sie wachsen ständig und machen aus einem Rasenteppich schnell eine Wiese, der Sie nur noch mit einer Sense zu Leibe rücken können. Es hilft also alles nichts: Sie müssen den Rasen mähen.

Sehen Sie den positiven Aspekt dieser Routinearbeit, denn der Anblick und Geruch einer frisch gemähten Rasenfläche ist ein echter Sommerduft, den Sie im Winter manchmal vermissen werden.

Vom Sparmodell bis zum Profi-Rasenmäher

In Gärtnerwitzen gerne genommen ist die Nagelschere trotzdem nicht das richtige Werkzeug. Nicht einmal bei kleineren Rasenstücken. Sie brauchen einen Rasenmäher und dazu stehen Ihnen gleich mehrere Modelle zur Verfügung.

Rasenmäher

Auf geht’s, den Rasenmäher ausgepackt und los gemäht

Abhängig von der Größe des Rasens, der Tiefe des Geldbeutels und der Zeit, die Sie aufwenden wollen, wählen Sie zwischen:

  • Handrasenmäher
  • Elektrorasenmäher
  • Benzinrasenmäher mit Antrieb
  • Aufsitzrasenmäher

Die rein mechanisch betriebenen Handrasenmäher sind wirklich nur etwas für Enthusiasten, gesunde Gärtner und kleinste Rasenstücke. Viel angenehmer und auch günstig sind Elektrorasenmäher. Der Schnitt ist gleichmäßig und Flächen von einigen hundert Quadratmetern können Sie so schnell und dank Auffangkorb auch sauber mähen.

Die Gefahr, das Kabel versehentlich zu zermähen, entfällt beim Benzinrasenmäher. Diese Geräte sind teurer, dafür aber sehr leistungsstark und mit einem eigenen Antrieb ausgestattet. Sie folgen also eher Ihrem Mäher, als dass Sie ihn mühsam vor sich herschieben müssen. Die Pflege ist allerdings etwas aufwendiger, da Sie regelmäßig Benzin, Rasenmäheröl und die Zündkerzen erneuern müssen.

Wenn Sie eine wirklich große Rasenfläche bewältigen müssen, lohnt sich ein Aufsitzrasenmäher, der nicht ohne einen gewissen Spaßfaktor ist. Der Preis ist allerdings auch beachtlich, die Anschaffung will also wohl überlegt sein.

Bei einem durchschnittlichen Grundstück rund um ein Einfamilienhaus oder Reihenhaus reichen die Elektrorasenmäher oder Benzinrasenmäher jedenfalls völlig aus.

Die richtige Schnittlänge

Selbst einfache Elektrorasenmäher haben eine Schnitthöhenverstellung. Das ist sinnvoll, denn der erste Schnitt im Frühjahr sollte nicht zu kurz sein, um den Grashalmen die Chance zu geben, nach dem Winter etwas Kraft zu tanken.

Reduzieren Sie langsam die Schnitthöhe, bis Sie nach mehrmaligem Mähen schließlich eine mittlere Halmlänge von rund 4 cm erreichen. Dies ist knapp über dem Zierrasen und noch im Bereich für strapazierfähigen Spiel- und Gebrauchsrasen.

Diese Angaben bedeuten nicht, dass Sie mit dem Zollstock Ihren Rasen kontrollieren. Sie werden ein Gefühl dafür entwickeln, in welcher Höhe er am besten aussieht und sich nach dem Schnitt gut erholt. Besonders kurz sollten Sie ihn übrigens nicht schneiden, denn die Halme müssen noch lebensfähig bleiben.

Zeit zum Rasenmähen

Davon abgesehen, dass Sie diese Gartenarbeit in Ihren Zeitplan einpassen müssen, gibt es gute und schlechte Termine, um Ihren Rasen zu mähen.

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Durch das Mähen werden die Halme verletzt und werden empfindlich für Sonne und andere Beeinträchtigungen. Es ist also wichtig, den richtigen Zeitpunkt abzupassen, um den Rasenmäher rauszuholen und wieder für die richtige Halmlänge zu sorgen.

Wann Sie nicht mähen sollten:

  • Frühmorgens liegt noch Tau auf dem Gras. Die Feuchtigkeit ist wichtig für den Boden und sollte nicht zusammen mit den Halmen weggemäht werden.
  • Wenn Sie morgens mähen, sind die zurückgeschnittenen Halme später der Mittagssonne ausgesetzt und trocknen an den Schnittkanten besonders schnell aus. Sie sehen unschön aus und der Rasen leidet.
  • Nasser Rasen unmittelbar nach Regen ist schwer zu mähen. Die Räder den Rasenmähers hinterlassen Rillen im aufgeweichten Boden. Dazu ist der Rasenschnitt schwer und verklebt nicht nur den Fangkorb, sondern setzt sich auch unter dem Mäher am Messer fest.
  • In einer Hitzeperiode ist der Rasen ohnehin geschwächt. Dies gilt auch dann, wenn Sie zusätzlich wässern und düngen. Warten Sie lieber etwas ab, bis sich die Hitze abschwächt.

Wohin mit dem Rasenschnitt?

Gartenabfälle eignen sich gewöhnlich gut für den Kompost. Bei Rasenschnitt sieht es nicht ganz so gut aus. Das liegt an der Menge und dem Material selbst.

Bei kleineren Grundstücken wird selbst ein Komposthaufen oder geschlossener Schnellkomposter zum Problem. Nicht jeder Nachbar hat einen Sinn für Recycling und noch weniger Verständnis für den doch sehr eindringlichen Geruch, den verrottender Rasenschnitt mit sich bringt.

Wenn Sie also nicht die Gelegenheit oder die Grundstücksgröße haben, den Rasenschnitt als Mulch in die anderen Gartenbereiche einzuarbeiten, sollten Sie sich mit Ihrer Gemeindeverwaltung in Verbindung setzen. Vielfach bieten Städte und Gemeinden eine Sammelstelle für Rasenschnitt an. Sie können Ihre Gartenabfälle dort abliefern. Das Problem ist also gelöst.

Lässt Ihr Grundstück es hingegen zu, dann nutzen Sie den Rasenschnitt und decken damit Brachflächen ab, arbeiten ihn unter Sträuchern in den Boden ein oder verwenden ihn bei der Jaucheherstellung. Die Möglichkeiten im großen Biogarten sind sehr vielfältig.

Unfälle beim Rasenmähen

Tatsächlich, Unfälle kommen vor und diese haben nicht nur damit zu tun, dass ein unvorsichtiger Gärtner ins Schneidewerk seines defekten Rasenmäher greift.

Gerade wenn Kinder oder Haustiere Ihren Garten mit Leben füllen, sollten Sie vor jedem Rasenmähen die Fläche kontrollieren. Spielzeuge, die zwischen die Messer geraten, sind echte Gefahrenquellen. Sie machen nicht nur Ihr Kind unglücklich, weil Sie das Lieblingsspielzeug zerstören – Sie riskieren auch einen Schaden am Rasenmäher selbst oder im schlimmsten Fall Verletzungen.

Die rotierenden Messer zerhacken die Spielzeuge und schleudern die Teile seitlich weg. Bei einem Kunststoffkorpus des Rasenmähers führt dies zu Rissen oder abgeplatzten Teilen. Außerdem fliegen diese Bruchstücke über den Boden und können noch meterweit entfernt jemanden treffen. Steine und kleinere Äste sind übrigens ebenso gefährlich und sorgen darüberhinaus noch für Scharten in den Klingen des Rasenmähers.

Rasenmähen ist zweifellos Routine, die vom Frühjahr bis zum ersten Frost zur Gartenarbeit gehört. Richtig ausgestattet ist die Arbeit aber schnell erledigt und Ihr Rasen sieht das ganze Jahr hindurch gesund und schön aus.